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Abkürzungen und Zeichen, die wir in dieser Website verwenden

AE       = amerikanisches Englisch

BE        = britisches Englisch

dt.       = deutsch

/          = Ein Schrägstrich steht vor einer ebenfalls möglichen Variante.

 

Auf der Leiste (links) finden Sie unter "Englische Kurzgrammatik" eine sehr knapp gefasste Übersicht der englischen Grammatik. Nachstehend nun eine noch viel kürzere, ganz auf das Allerwichtigste und die Hauptfehler konzentrierte Darstellung, mit der Sie sich zum Beispiel auf bestimmte sprachliche Aufgaben vorbereiten können.

 

 

Wichtigste Punkte (und häufigste Fehler!) der englischen Grammatik

Grammatik des englischen Verbs für Anfänger mit geringen Vorkenntnissen

 

1. Wir unterscheiden "normale" und "unnormale" Verben.

"Normale" Verben sind z. B.: like, live, love, start, stay, want, work, come, go, make, pay, read, speak.

"Unnormale" Verben sind z. B.: is, are, am, was, were, will, would, can, could, must, shall, should.

 

2. In der Gegenwart steht die endungslose Form des Verbs mit I, you, we, they und Wörtern, die sich durch they ersetzen lassen:

I / you / we / they (= the students) read good books.

Die -s-Form des Verbs steht mit he, she, it und Wörtern, die sich durch he/she/it ersetzen lassen:

He / She / My brother / Jessica reads good books.   Er / Sie / Mein Bruder / Jessica liest gute Bücher.

Diese Regel gilt nur bei "normalen" Verben; an "unnormale" Verben wird kein -s angehängt.

 

3. Die -s-Form von have ist has; die -s-Form von do ist does:

She has a well-paid job.                               Sie hat einen gut bezahlten Job.

She does a good job.                                    Sie leistet gute Arbeit.

 

4. Die Frageform wird bei "normalen" Verben mit do (= tun), bei "unnormalen" Verben durch Umstellung wie im Deutschen gebildet:

Do you read good books?                             Lesen Sie gute Bücher?

Beachten Sie auch hier die -s-Form:    Does she read good books? Liest sie gute Bücher?

Is she at home?                                             Ist sie zu Hause?

Can you read English books?                        Können Sie englische Bücher lesen?

 

5. Fragesätze mit Fragewort werden ohne oder mit do gebildet, je nachdem ob das Fragewort in Subjektposition oder Objektposition steht:

Emma (Subjekt) eats cornflakes (Objekt).     Emma isst Cornflakes.

Who eats cornflakes?                                    Wer isst Cornflakes?

What does Emma eat?                                   Was isst Emma?

 

6. Die verneinte Form wird bei "normalen" Verben mit do + not (= don't) bzw. does + not (= doesn't) gebildet; an "unnormale" Verben wird not bzw. die Kurzform -n't angefügt:

I don't watch TV.                                           Ich sehe nicht fern.

He doesn't like porridge.                              Er mag keinen Haferbrei.

They aren't interested.                                  Sie sind nicht interessiert.

Beachten Sie, dass nach does und did die Grundform des Verbs steht, nicht die -s-Form oder Vergangenheitsform!:

Nicht He doesn't drinks alcohol, sondern He doesn't drink alcohol.

Nicht She didn't saw him, sondern She didn't see him.

 

7. Im Deutschen verändert sich nach Wörtern wie "weil" oder "obwohl" die Wortstellung, nicht aber im Englischen:

Er liebt sie. – Er hilft ihr, weil er sie liebt.

He loves her. – He helps her because he loves her.

 

8. Regelmäßige Verben bilden die Vergangenheitsform mit -(e)d; sie werden in Frage und Verneinung mit did umschrieben:

help(ed) – love(d):     She helped him because she loved him.    Sie half ihm, weil sie ihn liebte.

do – did                    Why did they call the police?                      Warum riefen sie die Polizei?

 

9. Die ca. 150 unregelmäßigen Verben bilden die Vergangenheitsform unterschiedlich; diese müssen Sie einer Liste entnehmen – und zwar stets die 2. Form:

1. Form: write – 2. Form: wrote – 3. Form: written     1. schreiben – 2. schrieb – 3. geschrieben

write – wrote – written:   She wrote from Spain.  Sie schrieb aus Spanien.

come – came – come:     Harry came by train.    Harry kam mit dem Zug.

go – went – gone:           We went to the zoo.     Wir gingen in den Zoo.

 

10. Ein besonders "unnormales" Verb ist have. Hier lautet die -s-Form has, die Vergangenheitsform ist had. Frage und Verneinung werden teils mit do, teils ohne do gebildet:

Do you have a car? / Have you got* a car?    Haben Sie ein Auto?

I don't have a car. / I haven't got* a car.       Ich habe kein Auto.

* Have got hat die gleiche Bedeutung wie have, nämlich "haben".

Um keine Fehler zu machen, sollten Sie have in Frage und Verneinung immer dann mit do umschrei­ben, wenn es nicht zur Bildung der Perfektformen (® 12) benutzt wird. Da geht also nur:

Where has she gone?                                     Wo ist sie hingegangen?

I haven't (= have not) seen the film              Ich habe den Film nicht gesehen,

  but I hear it's (= it is) good.                          aber ich höre, dass er gut ist.

 

11. Im Englischen benutzt man häufig die Vergangenheitsform, wo im Deutschen das Perfekt steht:

I spoke to her yesterday.                              Ich sprach gestern mit ihr. / Ich habe gestern mit ihr gesprochen.

Der Gebrauch der Vergangenheitsform ist immer dann zwingend, wenn die Handlung ausdrücklich oder gedanklich einer Zeit oder einem Ort der Vergangenheit zugeordnet wird:

Keine ausdrückliche oder gedankliche Zuordnung ("bis jetzt"):        Have you seen Jim?

Ausdrückliche Zuordnung ("er ist nicht mehr im Klub"):                   Did you see Jim at the club?

Gedankliche Zuordnung ("gestern", "als du im Klub warst" etc.):      Did you see Jim?

 

12. Die Perfektformen werden im Englischen immer mit einer Form von have (+ 3. Form des Verbs) gebildet – nicht, wie im Deutschen, manchmal mit is = ist, are = sind etc.:

The government has made a big mistake.          Die Regierung hat einen großen Fehler gemacht.

They have arrived.                                               Sie sind angekommen.

She has been here five times.                             Sie ist fünfmal hier gewesen.

 

13. In 12 steht das Perfekt im Englischen wie im Deutschen. In den folgenden Beispielen hingegen drückt das englische Perfekt – anders als im Deutschen – eine Handlung aus, die sich aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart erstreckt. Im Deutschen benutzt man hier oft die Gegenwartsform, was zu Fehlern im Englischen verleitet.

I have known her for 20 years.                            Ich kenne sie seit 20 Jahren.

We have lived together for over five years.         Wir leben seit über fünf Jahren zusammen.

We have been married for a year now.                 Wir sind jetzt seit einem Jahr verheiratet.

 

14. Als Zukunftsform des Verbs sollten Sie zunächst nur will lernen. Es gibt noch andere Zukunftsformen, die in bestimmten Fällen idiomatisch besser sind, aber will ist bei weitem die häufigste und am universalsten einsetzbare Variante:

A change will do you good.                                   Ein Wechsel wird dir gut tun.

We'll (= We will) see you next Sunday, then.          Wir sehen euch dann nächsten Sonntag.

 

15. Eine Form, die es im Deutschen nicht gibt, ist die Verlaufsform. Mit ihr wird betont, dass die Handlung gerade abläuft, dass sie vorübergehender Natur ist, dass es sich nicht um eine Gewohnheitshandlung handelt. Der Gebrauch der Verlaufsform ist nicht immer zwingend. Oft steht es im Belieben des Sprechers, ob er die Handlung durch die Verlaufsform anschaulich machen oder durch die einfache Form lediglich als Tatsache registrieren will:

Ukraine lies in eastern Europe.                           Die Ukraine liegt in Osteuropa. ("Immer, geogr. Tatsache.")

Your glasses are lying on the coffee table.         Deine Brille liegt auf dem Kaffeetisch. ("Jetzt gerade.")

She smokes a lot.                                               Sie raucht viel. ("Allgemein, immer.")

She's (= She is) smoking a lot.                            Sie raucht viel. ("Zur Zeit, vorübergehend.")

We look forward to your visit.                             Wir freuen uns auf Ihren Besuch. ("Sachlich.")

We're (= We are) looking forward                        Wir freuen uns auf deinen Besuch. ("Emotionaler, freundlicher.")

  to your visit.                                                      

 

16. Das Passiv wird mit einer Form von be (also is, are, was, were etc.) und der 3. Form des Verbs gebildet. Die 3. Form endet bei regelmäßigen Verben auf -(e)d:

1. work – 2. worked – 3. worked                         1. arbeiten – 2. arbeitete – 3. gearbeitet

1. arrive – 2. arrived – 3. arrived                         1. ankommen – 2. ankam / kam an – 3. angekommen

Die 3. Form von unregelmäßigen Verben finden Sie in einer entsprechenden Liste. (Die wichtigsten unregelmäßigen Verben sollten Sie im Laufe der Zeit auswendig lernen.) Beispiel:

1. take – 2. took – 3. taken                                 1. nehmen – 2. nahm – 3. genommen

In der Passivkonstruktion wird der "Urheber", falls gewünscht, mit by angehängt:

English is spoken everywhere.                            Englisch wird überall gesprochen.

The building was destroyed by a bomb.             Das Gebäude wurde von einer Bombe zerstört.

A new star has been discovered.                         Ein neuer Stern ist entdeckt worden.

The final will be played on June 28.                    Das Finale wird am 28. Juni ausgetragen (werden).

 

 

Aktiv und Passiv in den verschiedenen Zeiten

 

Active

1.   Present simple

Millions of people

see

this ad.

2.   Present progressive

Millions of people

are seeing

this ad.

3.   Past simple

Millions of people

saw

this ad.

4.   Past progressive

Millions of people

were seeing

this ad.

5.   Present perfect

Millions of people

have seen

this ad.

6.   Past perfect

Millions of people

had seen

this ad.

7.   Future (will)

Millions of people

will see

this ad.

8.   Future (be going to)

Millions of people

are going to see

this ad.

9.   Conditional

Millions of people

would see

this ad.

10. Conditional perfect

Millions of people

would have seen

this ad.

11. Modal (should)

Millions of people

should see

this ad.

 

Passive

1.   Present simple

This ad

is

seen

by millions of people.

2.   Present progressive

This ad

is being

seen

by millions of people.

3.   Past simple

This ad

was

seen

by millions of people.

4.   Past progressive

This ad

was being

seen

by millions of people.

5.   Present perfect

This ad

has been

seen

by millions of people.

6.   Past perfect

This ad

had been

seen

by millions of people.

7.   Future (will)

This ad

will be

seen

by millions of people.

8.   Future (be going to)

This ad

is going to be

seen

by millions of people.

9.   Conditional

This ad

would be

seen

by millions of people.

10. Conditional perfect

This ad

would have been

seen

by millions of people.

11. Modal (should)

This ad

should be

seen

by millions of people.

 

 

Aktiv

1.        Millionen Menschen sehen diese Werbung.

2.        Millionen Menschen sehen diese Werbung zur Zeit gerade.

3.        Millionen Menschen sahen diese Werbung.

4.        Millionen Menschen sahen diese Werbung gerade.

5.        Millionen Menschen haben diese Werbung gesehen.

6.        Millionen Menschen hatten diese Werbung gesehen.

7.        Millionen Menschen werden diese Werbung sehen.

8.        Millionen Menschen werden diese Werbung sehen.

9.        Millionen Menschen würden diese Werbung sehen.

10.   Millionen Menschen hätten diese Werbung gesehen.

11.   Millionen Menschen sollten diese Werbung sehen.

 

Passiv

1.        Diese Werbung wird von Millionen Menschen gesehen.

2.        Diese Werbung wird zur Zeit gerade von Millionen Menschen gesehen.

3.        Diese Werbung wurde von Millionen Menschen gesehen.

4.        Diese Werbung wurde zu der Zeit gerade von Millionen Menschen gesehen.

5.        Diese Werbung ist von Millionen Menschen gesehen worden.

6.        Diese Werbung war von Millionen Menschen gesehen worden.

7.        Diese Werbung wird von Millionen Menschen gesehen werden.

8.        Diese Werbung wird von Millionen Menschen gesehen werden.

9.        Diese Werbung würde von Millionen Menschen gesehen werden.

10.   Diese Werbung wäre von Millionen Menschen gesehen worden.

11.   Diese Werbung sollte von Millionen Menschen gesehen werden.

 

 

The F-word

 

Das Wort fuck kommt in der Alltagssprache zu oft vor, als dass man es beim Englischlernen ignorieren dürfte.

Zunächst: Fuck bezeichnet ursprünglich den Geschlechtsakt (sexual intercourse) und wird auch heute noch (nicht nur vulgär) in diesem Sinn gebraucht. Diese "biologische" Verwendung interessiert uns hier nicht. Was uns interessieren muss, ist der Gebrauch des Wortes als Kraftausdruck, nämlich:

1. als Verstärker,

2. als Ausdruck von Ärger oder Verachtung.

Mögliche deutsche Entsprechungen sind "Scheiß(-)" oder "verdammt".

 

Besonders häufig vorkommende Verwendungen des Wortes:

 

a)      Fuck you!                                        Leck mich (doch am Arsch)!

b)      Fuck him!                                        Der kann mich mal (...)!

c)       Fuck what you think!                      Ich scheiß auf deine Meinung!

d)      Where the fuck is Jack?                   Wo zum Teufel ist Jack?

e)      Fuck off!                                         Verpiss dich!

f)        I fucked up my maths exam.          Ich hab die Mathe-Klausur in den Sand gesetzt.

g)      You know fuck all about football.   Du hast ja keinen Schimmer von Fußball.

h)      I had fuck all to do with it.             Ich hatte nicht das Leiseste damit zu tun.

i)        The fucking computer / car!           Der Scheißcomputer / das Scheißauto!

j)        I don't fucking care.                       Es ist mir wirklich scheißegal.

k)      Fucking hell!                                   Verdammte Scheiße!

l)        It was fucking boring.                     Es war scheißlangweilig.

m)   Shut the fuck up!                            Halt doch bloß die Schnauze!

n)      There's been a fuck-up.                 Da hat jemand Scheiße gebaut.

o)      That really fucks me off.                Das geht mir voll auf den Sack.

 

Als Nichtmuttersprachler sollte man fuck eher nicht benutzen.

 

Ersetzen Sie die fuck-Ausdrücke in den obigen Beispielen durch standardsprachliche bzw. "mildere" Formulierungen aus der folgenden Liste.

 

a bad mistake has been made, annoys me tremendously, be quiet, bloody, damn(ed), extremely, flunked, get lost, give a damn, I don't care, leave me alone, let him go to hell, nothing at all, oh damn, on earth, shut up, very

 

 

Lösungen

a)      Leave me alone! 

b)      Let him go to hell! 

c)       I don't care what you think. 

d)      Where on earth is Jack? 

e)      Get lost!

f)        I flunked my maths exam. 

g)      You know nothing at all about football. 

h)      I had nothing at all to do with it. 

i)        The damn / (sehr viel seltener: damned) computer / car! 

j)        I don't give a damn. 

k)      Oh damn! / Bloody hell! 

l)        It was extremely / very boring. 

m)   Be quiet! / Shut up! 

n)      A bad mistake has been made. / There's been a bad mistake. 

o)      That (really) annoys me tremendously.

 

(Aus: Hueber Übungsbuch Wortschatz Englisch von Hans G. Hoffmann und Marion Hoffmann)